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Das „Zuhause der Zukunft“ birgt Chancen für die Wohnungswirtschaft

Wie werden wir 2030 wohnen? Der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. (GdW) hat eine Studie in Auftrag gegeben, aus der sich die aktuellen Wohntrends für die kommenden Jahrzehnte klar abzeichnen. Die Zukunft beginnt jetzt.

Die ausschlaggebenden Parameter sind neben dem demographischen Faktor auch der Hintergrund von immer größer werdenden Migrationsanteilen sowie die prognostizierte Altersarmut. Dem gegenüber steht eine immer technikaffinere Gesellschaft. Fazit vorweg: Eine große Vielfältigkeit schafft eine Vielzahl an Möglichkeiten.

 

jefunne/Fotolia.de

Schöne neue Technik-Welt Es gibt sie heute schon: programmierbare und vernetzte Heiz-, Lüftungs- oder Beleuchtungssteuerungen. In vielen Haushalten gehören schon heute viele technikintegrierte Systeme zum Standard, die unterschiedliche Arbeitsaufgaben übernehmen. Das betrifft neben dem allgemeinen Comfort auch energieeffizienzsteigernde Maßnahmen. Somit werden die Menschen die technischen Weiterentwicklungen effektiver und intensiver nutzen als bisher.

Hier sind die technischen Neuerungen zu erwarten:

  • Haushalt (Alltagsunterstützung/-erleichterung)
  • Dienstleistungen (Handwerk, Einkaufen, Transport, Post, etc.)
  • Pflege und Gesundheit
  • Familie und soziale Netzwerke
  • Unterhaltung und Kommunikation
  • Kosten-/Ressourceneinsparung

 

Wie viel Gemeinschaft und Rückzugsmöglichkeiten braucht der moderne Mensch?

Steigende Intensität der Arbeit und immer stärker variierende Arbeitszeiten kennzeichnen das Leben in Zukunft. Sie gehen zulasten von gemeinsamer Freizeit und Ruhe und beeinflussen somit maßgeblich das Leben von Mietern und Eigentümern in sehr unterschiedlicher Hinsicht.

Verstärkt werden Möglichkeiten nachgefragt, Beruf und der Freizeit optimal nutzen zu können. Dazu gehören die Verbindung von Beruf und Familie, die Wahrnehmung von Sport- und Freizeitmöglichkeiten und das Treffen von Freunden. Angesichts eines begrenzten Zeitbudgets werden kurze Wege wichtiger, die es erlauben, viele Angebote im direkten Wohnumfeld zu finden. Gleichzeitig suchen die Menschen regenerationsfördernde Rückzugsmöglichkeiten.

 

Familie und andere vitale Nachbarschaften

Die klassische Familie ist auf dem Rückzug, damit erhalten Quartiere und damit einhergehende Beziehungen in der Nachbarschaft eine immer größere Bedeutung. Entsprechende Investitionsentscheidungen werden somit vor dem Hintergrund der Quartiersentwicklung getroffen. Trotz aller Bedeutung virtueller Welten haben die Rahmenbedingungen im Quartier eine bedeutende Wirkung auf die Lebensbedingungen der Bewohner und damit auf die Wertentwicklung. Insbesondere wird hier die Qualität der Integrationsleistung einen wichtigen Ausschlag geben.

Mein, Dein,… Unser!

Mit den Begriffen „Sharing Economy“ und „Collaborative Consumption“ drückt sich der neue Trend des gemeinsamen Produzierens und Konsumierens aus. Dabei geht das Teilen weit über die gemeinsame Nutzung von Gegenständen hinaus. Nicht nur Gegenstände wie Autos, Fahrräder oder gebrauchte Dinge werden geteilt, getauscht und verkauft. Sharing betrifft ebenso die gemeinsame Freizeitgestaltung und auch das Wohnen!

 

Service? – Ja bitte!

Der Anteil jener Menschen, der mit einer internetbasierten Organisation des Zusammenlebens sehr vertraut ist, wird definitiv steigen. Daraus ergeben sich für die Wohnungswirtschaft Chance zu einer effektiven Steigerung der Kundenbindung.

 

Gesund und stark in die Zukunft

Die Menschen werden immer älter und wollen immer selbstbestimmter (bis zum Schluss) leben. Damit rückt vor allem der Erhalt der Gesundheit in den Fokus. Der sogenannte zweite Gesundheitsmarkt, der sich durch freiwillige Beiträge der Kunden finanziert, eine beachtliche Größe entwickelt.

Das Training der Zukunft findet idealerweise im quartierseigenen Fitnessraum oder einem Mini-Sportzentrum statt, in dem sich die Bewohner ihren zeitlichen Verfügbarkeiten entsprechend „auspowern“ können. Nicht nur im Quartier gibt es Veränderungen, auch die Wohnung passt sich den gewandelten Gesundheits- und Wellness-Bedürfnissen der Bewohner an. Zugleich wird die Wohnung fit für die E-Health-Systeme der Zukunft.

 

Damit das Leben in Rente kein Reinfall wird

Die Einkommenssituation der kommenden Rentnergeneration wird durch höhere Armutsrisiken gekennzeichnet sein. Hinzu kommen mehr Migranten im Rentenalter, die tendenziell deutlich größere Armutsrisiken aufweisen werden als der Durchschnitt.

Die damit einhergehenden Anforderungen können nicht von den Wohnungsanbietern allein gestemmt werden, sondern nur im Zusammenspiel aller entsprechenden Akteure. Für die Wohnungsanbieter bedeutet das, vor dem Hintergrund der eigenen Bestands- und Bewohnerstruktur, langfristige, marktorientierte Strategien zur Versorgung einkommensschwacher Senioren zu entwickeln; das Spektrum reicht hier vom Verzicht auf mietsteigernde Modernisierungsmaßnahmen bis hin zum Neubau preiswerter kleiner Wohnungen.

 

Nicht desto trotz: Der weitaus überwiegende Teil der älteren Menschen möchte nach wie vor in der angestammten Wohnung alt werden.

Es gibt es aber eine wachsende Gruppe von Senioren, die ihren Wohnstandort beziehungsweise ihre Wohnform noch einmal verändern möchte, insbesondere, um mehr soziale Einbindung und Versorgungssicherheit zu erreichen. Etwa ein Drittel der älteren Haushalte kann sich vorstellen, bei einem Umzug auch noch einmal eine Wohnung oder ein Haus zu beziehen, bei dem sich die Wohnsituation deutlich von der bisherigen unterscheidet.

 

Der Wohnungsunternehmer – Ihr Partner

Bis 2030 wird der Mieter viel stärker in die Gestaltung von Wohnungen mit einbezogen. Dieses Vorgehen schafft die Möglichkeit, die Wohnungen sehr viel stärker an den Wünschen der späteren Nutzer und ihren unterschiedlichen Lebenssituationen auszurichten.

Immer stärker wird der Trend dahin gehen, dass die Wohnungen mithilfe von tragenden Außenwänden und flexibel einsetzbaren Nasszellen im Innenbereich sehr flexibel organisiert werden können. Eine Anpassung des Grundrisses wird dadurch im Rahmen der Neuvermietung möglich. Da mit fertigen Modulen und Baukastensystemen gearbeitet wird, kann die Neugestaltung schnell und kostengünstig erfolgen.

Quelle und weiterführende Informationen, sowie die komplette Studie sind hier nachzulesen beziehungsweise zu bestellen.

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